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Das Tagpfauenauge

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
der selig an der Blume hing.

 

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
am hübschen Blümlein auf und ab.

 

Ach Gott, wie das dem Schmetterling
so schmerzlich durch die Seele ging.

 

Doch was am meisten ihn entsetzt,
das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel fraß die ganze
von ihm so heiß geliebte Pflanze.

 

Wilhelm Busch
(1832 – 1908)

 

Das Tagpfauenauge gehört zu den bekanntesten heimischen Schmetterlingen und ist häufig in der Natur und in den Gärten anzutreffen. Die Lebensdauer beträgt maximal 6 Monate und wenn dieser Edelfalter spät im Jahr schlüpft, sucht er sich sogar einen Platz für seine Überwinterung.

 

In dieser Saison entdeckte ich ihn leider noch nicht im Garten; es sind Fotos vom letzten Jahr. Aber vielleicht besucht er mich noch im Laufe der nächsten Wochen; es würde mich freuen!

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Abkühlung

 

Gestern Nachmittag bauten sich in einer schwülheißen Luft die Wolken

auf und verdunkelten die Sonne. Wie aus dem Nichts entwickelte sich plötzlich eine Gewitterfront und verabschiedete für Ende August sehr rekordverdächtige heiße Tage über 30° C.

 

Heute Morgen ist endlich die spürbare Abkühlung eingetroffen und ich hoffe sehr, dass sich die Temperaturen von nun an in einem erträglichen Rahmen bewegen werden.

 

Eine gute neue Woche Euch allen und liebe Grüße von Helga

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Letzte Augusttage

Der Gärtner im September

 

Auf seine Art – vom Standpunkt des Gärtners – ist der September ein dankbarer und ausgezeichneter Monat; nicht nur deshalb, weil die Goldrute, die Herbstaster und die indische Chrysantheme blühen, nicht nur euretwegen, schwere und bezaubernde Georginen.

 

So wisset denn, ihr Ungläubigen: der September ist der auserlesene Monat für alles, was zum zweiten Mal blüht; der Monat der zweiten Blüte, der Monat der reifenden Rebe. All das sind die rätselhaften Vorzüge dieses Monats September, voll tieferem Sinn. Außerdem ist er der Monat, in dem sich die Erde wieder öffnet, so dass wir einsetzen können! Jetzt muss das in die Erde kommen, was bis zum Frühjahr Wurzeln fassen soll; wieder eine Gelegenheit für uns Gärtner, die Blumenzüchter abzulaufen, uns ihre Kulturen anzugucken und Schätze für das kommende Frühjahr auszusuchen.

 

Karel Capek
aus ‚Das Jahr des Gärtners‘
(1890 - 1938)

Der letzte Sommermonat August verabschiedet sich und für den September erhoffe ich einige Sonnentage mit angenehmen Temperaturen, die meine Gartenarbeit möglich machen. Es gibt schon jetzt diverse herbstliche Aufgaben und ich teile sie mir bis Ende Oktober rückenfreundlich ein. Bekanntlich kommt man auch mit kleinen Schritten zum Ziel.

 

Der September ist die beste Pflanzzeit für Pfingstrosen; ich werde die üppigen Büsche teilen und vermehren. Ende des Monats kümmere ich mich dann um weitere Stauden. Auch denke ich an die eine oder andere Neupflanzung, wenn ich etwas Interessantes im Gartencenter entdecke. Blumenzwiebeln sollten nun ebenfalls in die Erde kommen.

 

Der Rasen wird noch einmal vertikutiert und erhält einen speziellen Herbst-Rasendünger mit hohem Kalium-Anteil. Kalium stärkt die Gräser und schützt vor Winterschäden. Seit Jahren hat sich diese Maßnahme bewährt und ich bin immer wieder überrascht, wie gesund und sattgrün mein Rasen nach dem Winter ins Frühjahr startet.

 

Aber es ist nicht nur Zeit für Gartenarbeit, es ist auch ein wunderbarer Monat für Spaziergänge und Wanderungen. Die Sonne steht nun schon etwas tiefer und lässt die Natur in schönstem Licht funkeln. Könnte ich malen, würde ich diese Stimmung auf einer Leinwand einfangen. Es bleibt meine Kamera und ich freue mich auf neue Entdeckungen in dieser wunderbaren Jahreszeit Herbst!

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Aussichten

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Hundstage

Es ist die Bezeichnung für die wärmste Zeit des Jahres zwischen dem 23. Juli und dem 24. August, bezieht sich auf das Sternbild

‚Großer Hund‘, das in dieser Zeit durch seinen hellsten Stern ‚Sirius‘ in der Morgendämmerung am südöstlichen Horizont zu erkennen ist.

 

Schon seit 5000 Jahren ist dieses Sternbild bekannt und für die alten Ägypter war der leuchtende ‚Sirius‘ ein gutes Omen.

Er bescherte die bevorstehende Nilschwemme und dies brachte nach einer langen Trockenzeit endlich das Wasser und

den fruchtbaren Boden für die Ernte.

 

Bauernregel:
Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein.

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Worte von Antoine de Saint-Exupéry

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, HERR,
sondern um Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

 

Mach mich findig und erfinderisch,
um im täglichen Vielerlei und Allerlei
rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen
zu notieren, von denen ich betroffen bin.

 

Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung.
Schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

 

Ich bitte um Kraft für Zucht und Maß,
dass ich nicht durch das Leben rutsche,
sondern den Tagesablauf vernünftig einteile,
auf Lichtblicke und Höhepunkte achte,
und wenigstens hin und wieder Zeit finde
für einen kulturellen Genuss.

 

Lass mich erkennen, dass Träume nicht weiterhelfen,
weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft.
Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun
und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.

 

Bewahre mich vor dem naiven Glauben,
es müsste im Leben alles glatt gehen.
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

 

Erinnere mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.
Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat,
mir die Wahrheit zu sagen.

 

Ich möchte Dich und die anderen immer aussprechen lassen.
Die Wahrheit sagt man nicht sich selbst, sie wird einem gesagt.

 

Ich weiß, dass sich viele Probleme dadurch lösen,
dass man nichts tut.
Gib, dass ich warten kann.

 

Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürften.
Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

 

Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte,
mit oder ohne Worte, an der richtigen Stelle abzugeben.

 

Mach aus mir einen Menschen,
der einem Schiff mit Tiefgang gleicht,
um auch die zu erreichen, die ‚unten‘ sind.

 

Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich mir wünsche,
sondern was ich brauche.


Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!

 

Antoine de Saint-Exupéry
(1900 – 1944)

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Bin in der Küche ...

An diesem Wochenende verarbeite ich kiloweise Pflaumen und natürlich gehört DER Klassiker im Spätsommer dazu: Pflaumenkuchen! Ich mag ihn so gerne!

 

Schönes Wochenende und für alle, die die Wärme mögen: Nächste Woche wird’s hochsommerlich!

 

Meine Grüße an Euch!

Helga

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