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Sommerpause

 

 

 

 

 

Alles hat seine Zeit:

Winter und Sommer,
Herbst und Frühling,
Jugend und Alter,
Wirken und Ruhe.

 

Johann Gottfried von Herder
(1744 - 1803)

 


Es ist Zeit für eine Sommerpause!


Alles Liebe Euch allen in den kommenden Wochen

und bis zum Wiederlesen grüße ich Euch!


Helga

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Königin der Blumen

Der Juni kam.
Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
Eine Wonne voller Rosenduft
dringt tief in unsere Nasen.

 

Wilhelm Busch
(1832 – 1908)

 

Rosen sind älter als die Menschheit,

denn fossile Wildrosen-Funde in Nordamerika/Rocky Mountains belegen ein Alter von 25 Millionen Jahren.

Die ersten Rosenzüchtungen in angelegten Gärten entstanden vor etwa 5000 Jahren in China.

Die griechische Lyrikerin Sappho verehrte die Rose als ‚Königin der Blumen‘ und so wird sie bis heute benannt.


Wie ein jungfräulich Erröten
zieht es durch die Lauben hin:
Oh, die Rose! - Ach, die Rose
ist der Blumen Königin.

 

Sappho von Lesbos
griechische Lyrikerin
(630 v. Chr. – 580 v. Chr.)


In der Griechischen Götterwelt war die Rose das Kennzeichen der Aphrodite, der Göttin der Liebe und Schönheit.

Seitdem ist die Rose untrennbar mit diesen Attributen verbunden.

 

Als die Rose auf Handelswegen ins Römische Reich gelangte, wurde sie als Luxusartikel bei kaiserlichen Festen eingesetzt.

Die Gäste verwendeten Rosenöl, schritten durch Blütenblätter oder badeten in Rosenwasser.

 

Das Christentum sieht in einer weißen Rose die Reinheit der Jungfrau Maria.

In der Architektur der gotischen Kirchenbauten wurde die Rosette, das Rosenfenster, eingesetzt.

 

Im 16. und 17. Jh. brachten die Seefahrer aus England und Holland die Rosen nach Europa.

Die Adligen begannen in ihren Schlossgärten mit Begeisterung die Züchtung und Kreuzung dieser Blumen.

Irgendwann hielten die Rosen auch Einzug in private Gärten.

Inzwischen können Rosenliebhaber unter 30.000 Rosensorten ihre Lieblingsblume finden.

 

Einen Juni mit wonnigem Rosenduft wünscht Helga

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Der Gärtner im Juni

Es ist mir immer wieder eine Freude, die humorvollen Betrachtungen von Karel Capek über die Gärtnertätigkeiten zu lesen.  

 

Der Gärtner im Juni

 

Wenn ich schon das Wort »Blattlaus« erwähne, wäre hinzuzufügen, dass man gerade im Juni die Blattläuse vertilgen soll. Es gibt zu diesem Zwecke verschiedene Pulver, Präparate, Tinkturen, Extrakte, Absude und stinkendes Zeug, Arsen, Tabak, Schmieren und andere Gifte, die der Gärtner eines nach dem andern ausprobiert, sobald er sieht, dass sich die grünlichen und üppig vollgesaugten Blattläuse

an seinen Rosenstöcken bedenklich vermehren.

 

Wendet man diese Mittel mit einer gewissen Vorsicht und im gehörigen Maße an, wird man bemerken, dass die Rosenstöcke dieses Vertilgen der Blattläuse ohne Schaden überstehen, höchstens dass die Blätter und die Knospen dabei verbrennen; was die Blattläuse betrifft, gedeihen sie während des Vertilgens in ungewöhnlichem Maße, so dass sie die Rosenzweige wie eine dichte Stickerei bedecken. Dann kann man sie – unter hörbaren Äußerungen von Abscheu – Zweig für Zweig zerdrücken. Auf diese Weise also vertilgt man die Blattläuse; aber der Gärtner riecht noch lange nachher nach Tabakabsud und Schmiere.

 

Karel Capek

aus ‚Das Jahr des Gärtners‘

(1890 - 1938) 

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Der Fingerhut

Der Fingerhut ist eine wunderschöne Wildpflanze und steht derzeit mit seinem dekorativen hohen schlanken Wuchs und der leuchtenden Blütenfarbe im Wald. Er ist die Giftpflanze des Jahres 2007 und besitzt dennoch heilende Wirkung. Die Digitalis-Präparate gehören zu den ältesten Medikamenten und werden bei Herzschwäche verordnet. Es gibt also zwei Seiten bei dem Fingerhut … hochgiftig und heilsam!

 

Jedes Ding hat zwei Seiten

 

Ovid
(43 v. Chr. - 17 n. Chr.)

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Das Herzsymbol

05. Juni 2009 - 05. Juni 2017
05. Juni 2009 - 05. Juni 2017

 

 

 

 

 

Unser Herz ist eine Harfe,
eine Harfe mit zwei Saiten;
in der einen jauchzt die Freude
und der Schmerz weint in der zweiten.
Und des Schicksals Finger spielen
kundig drauf die ewigen Klänge,
heute frohe Hochzeitslieder,
morgen dumpfe Grabgesänge.

 

Peter Rosegger
(1843 – 1918)

Jeder kennt das Herzsymbol, das unserem menschlichen Organ aber keineswegs ähnelt. Der Ursprung dieser Herzform liegt in der Pflanzenwelt. Im 3. Jh. v. Chr. wurde der Feigenbaum als Sinnbild der Liebe verehrt und dazu gehörten sowohl die Früchte als auch

die stilisierten Feigenblätter. In späteren Zeiten kamen die Efeublätter hinzu und ab dem 12. Jh. entwickelte sich daraus das uns allen bekannte Herz-Piktogramm.

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Pfingsten

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen:
Es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn,
in Büschen und Hecken übten ein fröhliches Lied die neu ermunterten Vögel;
jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen,
festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.

 

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832)
Reineke Fuchs

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Hitzerekord

 

 

 

 

 

 

Eine sanfte Brise umfange dich,

wenn der Sommer kommt ...

 

Irischer Segenswunsch

Letzte Tage im Mai und heute wird ein Hitzerekord bis zu 35° C erreicht.

 

Am Donnerstag beginnt der erste Sommermonat; schauen wir einmal, wie sich diese Jahreszeit entwickelt.
Mein Traum: Maßvolle Temperaturen und einige Wohlfühl-Sonnentage, wenige Turbulenzen in der Wetterküche,

damit uns Unwetter erspart bleiben und hin und wieder ein ausgiebiger sanfter Regenschauer für die Natur und meinen Garten.

 

Da Träume selten Wirklichkeit werden, fahre ich nun auf Sparflamme, lasse die Seele baumeln und warte auf angenehmere Zeiten.

Sollte es hier in nächster Zeit ruhiger werden, dann lege ich gerade meine Beine hoch …

 

Herzliche Grüße an Euch alle und habt einen Sommer ganz so, wie Ihr ihn für Euer Wohlbefinden erhofft.
Helga

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Kleines Nickerchen

Schon aus der Ferne erkenne ich, dass der Weg zwischen den Waldteichen als Ruheplatz dient.

Enten und Gänse liegen unter der Eiche entspannt in der Sonne.

 

Vorsichtig nähere ich mich, um diese Kolonie nicht zu stören.

Aber die Wasservögel sehen mich offensichtlich nicht als Gefahr und bleiben unbeeindruckt.

Ich kann in Ruhe meine Fotos machen und lasse sie dann weiter ihr kleines Nickerchen genießen.

Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.


Heinrich Heine
(1797 - 1856)

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Rose ohne Dornen

Immer wieder eine Freude für mich: Ende Mai öffnen sich die Pfingstrosenblüten und dies zuverlässig seit vielen Jahren. Wenn sich diese Staude an ihrem Platz wohl fühlt, kann der Gartenfreund getrost der Dinge harren, die da kommen. Pfingstrosen möchten nicht verpflanzt werden und entwickeln sich auf ihrem langjährigen Standplatz zu wunderschönen Büschen. Sie gehören zu den ältesten Kulturpflanzen, denn bereits vor über 1000 Jahren wurden sie in China gezüchtet.

 

Bis weit in den Juni hinein lasse ich mich nun von dieser leuchtenden Blütenpracht verzaubern …

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