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Der goldene Oktober

Der goldene Oktober mit schönstem Sonnenschein ist eingetroffen!

 

Ich mache mich auf in die Natur und in den Garten!
Folglich wird es wieder etwas ruhiger in meinem Blog.

 

Euch allen prächtige Oktobertage und bis bald … Helga

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Freitag, der 13.

 

 

 

 

 

Im Prinzip bin ich ja wirklich nicht abergläubisch,
aber wenn wir heute tatsächlich Freitag, den 13. haben,
komme ich doch lieber ein andermal wieder.

 

Alexander Sergejewitsch Puschkin
russischer Schriftsteller
(1799  - 1837)

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Rainer Maria Rilke

Ich habe mich oft gefragt, ob nicht gerade die Tage,
die wir gezwungen sind, müßig zu sein,
diejenigen sind, die wir in tiefster Tätigkeit verbringen?

 

Ob nicht unser Handeln selbst, wenn es später kommt,
nur der letzte Nachklang einer großen Bewegung ist,
die in untätigen Tagen in uns geschieht?

 

Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müßig zu sein,
mit Hingabe, womöglich mit Freude.

 

Rainer Maria Rilke
österreichischer Dichter
(1875 – 1926)
aus: Brief an Tora Holmström

Der österreichische Dichter Rainer Maria Rilke gehört zu den bedeutendsten Lyrikern der Weltliteratur.

 

Er durchlebte eine unglückliche Kindheit, denn das Verhältnis zu seiner Mutter war sehr schwierig. Sie verlor eine Tochter und erzog ihren Sohn bis zur Einschulung wie ein Mädchen mit Kleidern und Zöpfen; stellvertretend für seine Schwester. Als Schüler war Rilke begabt und die Eltern meldeten ihn schließlich für die Offizierslaufbahn an. Die Theorie machte ihm keine Probleme, aber der sensible junge Mann ertrug die militärische Ausbildung nicht und verließ die Akademie.

 

Die Eltern schickten ihn daraufhin nach Linz zur Handelsschule und hier befasste er sich intensiver mit dem Thema Literatur. Sein erstes Gedicht wurde in einer Zeitung veröffentlicht. Damit endete die Zeit von Rainer Maria Rilke in Österreich und er zog in seine Geburtsstadt Prag.  Mit finanzieller Unterstützung seines Onkels holte er in 3 Jahren die Reifeprüfung mit Auszeichnung nach und studierte an der Prager Universität Geschichte, Kunst und Literatur.

 

Nun begann sein ruheloses Leben. Rilke war ständig auf Reisen, kam nur kurzzeitig zur Ruhe, um anschließend wieder heimatlos unterwegs zu sein. Er begegnete Menschen, die ihn in seinen Werken inspirierten und beeinflussten, aber dennoch zog er sich immer wieder in sein Alleinsein zurück.

 

Obwohl er mit der Bildhauerin Clara Westhoff verheiratet war und auch Vater einer Tochter wurde, trennte sich das Ehepaar sehr schnell wieder und jeder ging seiner Wege.

 

Im Ersten Weltkrieg wurde Rainer Maria Rilke zum Dienst in der österreichischen Armee verpflichtet. Er stürzte in eine tiefe Krise und auch nach der Entlassung aus dem Militärdienst fand er keinen inneren Frieden. Er zog in die Schweiz; hier kämpfte er jahrelang mit seiner schweren Erkrankung. Rainer Maria Rilke starb an Leukämie und wurde im Kanton Wallis beigesetzt. 

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Regenbogen

Du kannst den Regenbogen nicht haben,
wenn es nicht irgendwo regnet.

 

Sprichwort der Pueblo-Indianer

Das wechselhafte Wetter zaubert einen doppelten Regenbogen und dieser Anblick entschädigt für die Regentage.
Aber nun kündigt sich eine Wetterberuhigung an und wir könnten bald den goldenen Oktober erleben.
Wenn das kein Grund zur Freude ist …! 

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Neuentdeckung

In meinem Garten krabbelte auf einem herbstgefärbten Blatt ein etwa 2 cm großes Insekt, das ich bisher noch nie gesehen hatte. Selbstverständlich musste ich es gleich fotografisch festhalten, denn es ist auch noch sehr hübsch gezeichnet.

 

Auf der Internet-Seite des NABU fand ich die Erklärung: Es ist die Amerikanische Zapfenwanze! Sie ist in Nordamerika beheimatet

und zeigt weiße Zickzacklinien auf dem Rücken sowie blattartig verbreiterte Hinterbeine. Zur Lieblingsspeise zählen Blüten und Samen verschiedener Koniferen. Menschen müssen sich aber nicht sorgen, denn die Zapfenwanze ist völlig harmlos und kann uns weder stechen noch beißen!

 

Die Amerikanische Zapfenwanze ist in Europa zum ersten Mal in Italien (1999) entdeckt worden. Es folgten Schweiz (2002), Österreich (2005) und Deutschland (2006). Nun ist sie in meinem Garten gelandet und ich hoffe, sie findet ein gutes Plätzchen zur Überwinterung.

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Der Gelehrte

 

 

 

 

 Störe meine Kreise nicht

 

Archimedes

griechischer Mathematiker, Physiker, Ingenieur

(285 - 212 v. Chr.)

 

 

Nach einer Legende sollen es die letzten Worte des

großen Gelehrten Archimedes gewesen sein.

 

Während er sich in mathematische Überlegungen vertiefte,

fühlte er sich von einem römischen Soldaten bedrängt

 und rief: „Störe meine Kreise nicht.“

 

Daraufhin erschlug ihn der Soldat.

 

 

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Die Eremitage in der Wahner Heide

Ein Forscherteam der Boden- und Denkmalpflege sowie des Neanderthal Museums untersuchte am Ravensberg in der Wahner Heide einen Werkstattplatz aus der Steinzeit. Die ältesten Funde gehen auf die Altsteinzeit zurück, aber die meisten Steinwerkzeuge stammen aus der Zeit der Neandertaler, die hier in der Wahner Heide vor 60.000 Jahren lebten. Sie bevorzugten den schweren Quarzit für ihre Faustkeile. Die zahlreichen Artefakte befinden sich nun in einer Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Bonn.

 

Besonders gewaltige Quarzitblöcke sind hier noch immer sichtbar und der größte unter ihnen ist der ‚Ringelstein‘. Auf diesem Fundament entstand im Jahr 1670 ein kleines Kloster. Es existierte bis 1808, verfiel dann und wurde schließlich 1833 komplett abgetragen. Bis  ins Jahr 1890 fanden weiterhin Prozessionen zur ehemaligen Kultstätte der Eremitage statt.

Das Bild 'Gottesmutter mit Kind' hat Lucas Cranach d. Ä. im Jahr 1514 gemalt. Ein Abdruck schmückte den Hauptaltar der Eremitenkapelle. Im September 2001 wurden die alten Gedenksteine am ‚Ringelstein‘ wieder aufgestellt.

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