Baldachinspinnen

(Fotos zur Vergrößerung anklicken)

Nur im Morgentau sind die großflächigen Netze der Baldachinspinnen zu erkennen. Millionenfach hängen die Tautropfen in den Fäden und lassen die kleinen Kunstwerke hell leuchten.

 

Baldachinspinnen gehören zu den häufigsten anzutreffenden Spinnen; sie bauen im Herbst vorwiegend auf Wiesen und in niedrigem Gebüsch. Die baldachinähnliche Struktur dieser Netze gab der Spinne den Namen. Sie hängt immer bäuchlings nach oben gut getarnt unter ihren Netzen und ist deshalb kaum zu erkennen.


 „Der schöne Sommer ging von hinnen,
der Herbst, der Reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feines Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübtem Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.“


Wilhelm Busch
(1832 – 1908)

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Kommentare: 5
  • #1

    Werner.H. (Sonntag, 11 Oktober 2015 17:26)

    Hallo liebe Helga,
    kein Tier ist Dir zu klein oder gar unangenehm so wie die Spinnen in freier Natur.
    Auch hast Du immer erklärende Zeilen parat und ich habe auch nicht gewusst,
    dass sich diese Sorte Baldachin Spinnen nennen.
    Die Natur hat so viel Wesen und Pflanzen gezaubert, dass es fast unüberschaubar erscheint.
    Gerade im Herbst, wo man viele Spinnen sehen und entdecken kann, ist es interessant.
    Ich hatte auch die Tage in einem frei hängenden Netz, eine Einheimische, Kreuzspinne fotografiert.
    Es ist immer wieder erstaunlich, was man in Makro Aufnahmen für Feinheiten an so einem filigranen Tier erkennen kann.
    Die Natur ist der beste Baumeister, sonnst hätte es so eine Vielfalt und außergewöhnliche Tiere nie gegeben.
    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet, Werner.

  • #2

    Elke Kothe (Sonntag, 11 Oktober 2015 21:51)

    Liebe Helga,
    am Freitag hatte wir dicke Luft, der Nebel war wie eine Wand. Ich war mit dem Rad unterwegs, kam durch Waldabschnitte, da waren die Bäume mit diesen Netzen behängt, es sah aus wie geschmückt. Daran erinnern mich Deine Bilder.
    Heute hatten wir einen kalten Oktobertag mit viel Sonne, starkem Ostwind und Temperaturen im einstelligen Bereich. Da war schon mal beim Rad fahren eine wärmer Jacke angesagt.
    Sei lieb gegrüßt von Elke

  • #3

    Ingrid (Montag, 12 Oktober 2015 09:48)

    Da habe ich wieder etwas gelernt. Diese Netze sind mir auch schon aufgefallen, weil sie so dicht gewebt sind. Kein Wunder, dass einem die Spinne darin nicht auffällt. Wenn sie draußen bleibt, ist es OK ;-)
    LG, Ingrid

  • #4

    Christa Preis (Sonntag, 18 Oktober 2015 19:19)

    Liebe Helga, die Netze dieser Spinnen sind immer wieder wunderschön und sie kommen gerade im Herbst ricxhtig zur Geltung.
    Herzliche Grüße , Christa

  • #5

    Agnes (Montag, 26 Oktober 2015 18:18)

    Gedicht und Fotos passen wieder perfekt zusammen.
    Sehr schön Deine Bilder von den Spinnenweben mit Tautropfen.