Tag des Baumes

 

 Am 25. April ist der ‚Tag des Baumes‘.

 

Die Bedeutung des Waldes für den Menschen

soll in Erinnerung gehalten werden.

 

Dieser internationale Gedenktag wurde 1951

von den Vereinten Nationen beschlossen.

Goethe und seine Liebe zu den Bäumen

 

Goethe liebte die Natur und seinen Garten; die tiefe Verbundenheit mit Bäumen ist in seinen Werken zu erkennen. Bekannt ist, dass Goethe mit Bäumen sprach und sich durch sie gestärkt fühlte. Er plante nicht nur die Gestaltung seines Gartens, er griff selbst zum Spaten und pflanzte Bäume.

 

Ich habe die Bäume vor vierzig Jahren alle eigenhändig gepflanzt, ich habe die Freude gehabt, sie heranwachsen zu sehen und genieße nun schon seit geraumer Zeit die Erquickung ihres Schattens. Das Laub dieser Eichen und Buchen ist der mächtigsten Sonne undurchdringlich; ich sitze gerne an warmen Sommertagen nach Tische, wo denn auf diesen Wiesen und auf dem ganzen Parke umher oft eine Stille herrscht, vor der die Alten sagen würden: dass der Pan schlafe.

 

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832)

 

Bevor Goethe auf Reisen ging, verabschiedete er sich von seinen geliebten Bäumen:

 

Lebet wohl,
geliebte Bäume!
Wachset in die Himmelsluft.
Tausend liebevolle Träume
schlingen sich durch euren Duft.
Doch was steh ich und verweile?
Wie so schwer,
so bang ist's mir?
Ja, ich gehe!
Ja, ich eile!
Aber, ach!
Mein Herz bleibt hier.

 

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832)

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Kommentare: 5
  • #1

    menzeline (Montag, 25 April 2016 08:59)

    Guten Morgen, liebe Helga.
    Auch ich liebe Bäume und es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich sehe, wie sie gestutzt oder sogar gefällt werden und das meistens ohne Sinn und Verstand.
    Bei uns wird bis 2017 eine Fläche von 63 Hektar Bannwald verschwinden, weil unsere hiesige Kiesgrube enorm erweitert werden soll und da zählt nur das Geld und nicht der Baum.
    Unweit meiner Wohnung haben die Stadtgärtner hier zwei wunderschöne Bäume ... unter anderem eine riesige Trauerweide ... so arg geköpft, da kann man echt weinen, wenn man das sieht.
    Liebe Grüße
    menzeline

  • #2

    Ingrid (Montag, 25 April 2016 14:37)

    Mir scheint auch, Bäume werden arg unterschätzt, in jeglicher Hinsicht.
    LG, Ingrid

  • #3

    Werner H. (Dienstag, 26 April 2016 18:50)

    Hallo liebe Helga.
    Meine Gedanken zum Baum Wald Natur allgemein.
    Wenn ich mich recht zurück besinne, habe ich immer ein Herz für Natur gehabt,
    Sicherlich wurde das sehr durch meinen Vater an mich heran getragen,
    der mich schon als kleiner Bub immer mit in den Garten genommen hat.
    Es wurden auch Zierbäume und Obstbäume gepflanzt.
    Als Buben haben wir unser Versteck beim Spielen im in einem Holunderbusch verbracht.
    Als Schüler waren wir in Jugendherbergen im Sauerland,
    was habe ich die Fichten geliebt, wie sie geduftet haben.
    Als ich kurz vor meiner Lehre noch eine Kur im Schwarzwald gemacht hatte,
    begleitet mich schon mein Leben lang der Fichtelnnadelduft durchs Leben.
    Wie ich einmal von einer langen Reise mit dem Auto aus Spanien zurück kehrte,
    was ich mich gefreut habe, als ich unseren schönen grünen Wälder und Bäume wieder sehen konnte.
    Es gibt kein schöneres Land, mit so viel Grün unserer Wälder und Bäume.
    Liebe Grüße von Werner.

  • #4

    Agnes (Freitag, 29 April 2016 14:44)

    Ein wunderschönes Baum-Gedicht von Goethe ist das, ich habe es auch auf meiner Website, allerdings noch aus uralten Zeiten, ich müßte es eigentlich mal mit einem neuen Bild versehen.
    Wie gut, dass Du mich indirekt daran erinnerst.
    Wir waren in diesem Jahr zum Tag des Baumes wieder in Münster, dort wird ja immer an dem Tag der Jahresbaum gepflanzt sowie eine Ausstellung eröffnet.
    Hatte nur keine Zeit im Blog darüber zu berichten.
    Deine Bildergalerie Bäume ist ja inzwischen schon ansehnlich gewachsen.
    LG
    Agnes

  • #5

    Marlies (Donnerstag, 12 Mai 2016 15:44)

    Liebe Helga,
    ich habe bei unserer Trauergruppe auch einen Baum wählen dürfen. Ich nahm einen großen Baum, der auf einem kargen Felsen steht und all den Gewalten der Natur standhaft entgegenschaute. So fühlte ich mich nach meinem schicksalhaften Tag. Es wurde mir klar, so muss ich jetzt auch weiter standhaft allein bleiben.
    Wir wissen wie schwer es ist.
    Gruß Marlies