Leseverhalten im Internet

Ein dänischer Wissenschaftler stellte in zahlreichen Studien fest, dass Menschen Webseiten ganz anders betrachten als ein Buch.

Die Blickrichtungen der Probanden wurden analysiert.


Oft wird nur die erste Zeile gelesen, dann folgen kurz der nächste Absatz und nur noch die Anfangsworte der weiteren Zeilen.

Der Wissenschaftler benennt dies als ‚scannen‘ einer Webseite.


Deutsche Informatiker kamen nach eigenen Studien zu einem ähnlichen Ergebnis.

Die meisten Leser halten sich unter 10 Sekunden auf einer Webseite auf und nur wenige bleiben länger als 2 Minuten!


Somit ergibt sich für mich das Fazit:

Lange Texte haben kaum eine Chance, wirklich vollständig gelesen und auch verstanden zu werden!

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Kommentare: 3
  • #1

    Roswitha (Dienstag, 06 September 2016 15:10)

    Es gibt sicherlich auch Ausnahmen, einmal was die Leser betrifft und zum anderen von den langen Texten. Ich lese auch hin und wieder lange Beiträge, wenn sie für mich interessant sind.
    Wenn man nur wenig Zeit hat, dann bin ich eher für einen kürzeren Text.
    Bei all meinen Lieblingsseiten nehme ich mir schon die Zeit die Texte zu lesen. Ob ich dann noch kommentiere, hängt davon ab, ob ich meinen Senf dazu geben möchte oder nicht und ob ich Zeit habe.
    Es grüßt ganz lieb und nett, Roswitha

  • #2

    Ingrid (Mittwoch, 07 September 2016 09:51)

    Das wusste ich sogar schon ohne diese Studie. Manchmal habe ich etwas hochgeladen und Sekunden später ist schon ein 'like' da. So schnell kann keiner lesen. Oder: jemand fragt etwas, was im Text steht. Also: nicht gelesen. Agnes ist - glaube ich - auch der Meinung, dass sich längere Texte nicht lohnen. Früher habe ich mir mit der Zusammenstellung von Informationen viele Mühe gegeben und lange Texte geschrieben. Das lohnt sich leider nicht. Es gibt zu viele Blogs, die Aufmerksamkeitsspanne ist zu kurz und die Menschen können sich nicht mehr so gut konzentrieren. Schnell weiter, man könnte ja etwa verpassen.
    Trotzdem: Spaß zu bloggen macht es immer noch, oder?
    Liebe Grüße, Ingrid

  • #3

    Agnes (Mittwoch, 07 September 2016 19:57)

    Dafür braucht man sicher keine wissenschaftliche Studie, das kann wahrscheinlich jeder Blogbetreiber aus eigenen Erfahrung bestätigen, dass dem so ist.

    Wenn ich etwas im Text zu einem Foto erklärend hinzufüge, und dann im Kommentar genau danach gefragt wird, dann habe ich mich schon oft gefragt warum ich mir eigentlich die Mühe mache und ausführliche Texte schreibe.
    Daher schreibe ich im Blog meist nur eine verkürzte Version (zu Reisen z. B.) und auf der Website schreibe ich schon etwas mehr, und wen es dann interessiert der schaut dort eh nach.

    Ich denke auch dass ich meine Leser kenne, ich weiß wer Texte list und wer nicht. ;-)

    Meiner Meinung nach liegt das bei vielen Leuten daran, dass viele Blogger eine möglichst große Anzahl von Blogs besuchen möchten, um so eine große Menge von Gegenbesuchen zu bekommen, weil sie glauben wenn an die 100 Kommentare im eigenen Blog stehen, dann führen sie einen viel besuchten Blog, also ist es ein guter Blog.

    Mir ist da Qualität wichtiger als Quantität, bei den Blogs die ich besuche, da lese ich auch die Texte und wenn ich kommentiere dann teile ich auch meine Meinung mit. Und wenn bei mir bei weitem keine 100 Leute kommentieren, dann finde ich das gar nicht schlimm, viel schlimmer finde ich die nichtssagenden kurzen Sätze wie "tolle Fotos" oder "schön gesehen" als Kommentar.

    Herzliche Grüße
    Agnes