Barbarazweige

Der 4. Dezember ist der Tag der heiligen Barbara.

 

Nach altem Brauchtum werden an diesem Tag Kirschbaumzweige - die so genannten Barbarazweige - ins Wasser gestellt. Wenn sie am Weihnachtsfest blühen, gilt dies als gutes Omen für das kommende Jahr.

 

Dieser Brauch geht auf das Schicksal der Kaufmannstochter Barbara zurück. Sie lebte im 3. Jahrhundert zur Zeit der Christenverfolgung in Kleinasien und wurde wegen ihres Glaubens, den sie niemals aufgeben wollte, vom eigenen Vater verraten und zum Tode verurteilt. Nach einer alten Sage beträufelte sie kurz vor ihrem Tod einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Wasser und der Zweig soll am Tag ihrer Hinrichtung zu blühen begonnen haben.

 

Wie sich die Knospen des Barbarazweiges bis Weihnachten öffnen,
so soll sich auch der Mensch dem kommenden Licht auftun.

 

Johann Georg Fischer
Deutscher Lyriker
(1816 – 1897)

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Kommentare: 2
  • #1

    Marlies (Sonntag, 04 Dezember 2016 11:25)

    Liebe Helga, die Geschichte von den Kirschbaumzweigen kannte ich nicht. Immer wieder lerne ich von Dir was aus alten Zeiten.
    Sicherlich hast Du einen Kirschzweig bei Dir in eine Vase getan. Ich hoffe und wünsche für Dich, dass Du an Weihnachten herrliche Kirschbaumblüten stehen hast.
    Ich grüße Dich, Marlies

  • #2

    Anna-Lena (Sonntag, 04 Dezember 2016 15:22)

    Ich versuche es mit Forsythien. Wenn die Zweige blühen, ist auch der Frühling ein wenig näher gerückt