Redewendungen

Freilichtmuseum Salzburg
Freilichtmuseum Salzburg

Unser großer Dramatiker Friedrich von Schiller beherrschte die deutsche Sprache genial und eine Vielfalt seiner Worte ist in unseren alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen. Ich möchte nur einige wenige dieser Redewendungen zitieren:

Raum ist in der kleinsten Hütte
(aus: Der Jüngling am Bache)

 

Drum prüfe, wer sich ewig bindet
(aus: Das Lied der Glocke)

 

Was ist der langen Rede kurzer Sinn?
(aus: Piccolomini)

 

Die Axt im Haus erspart den Zimmermann
(aus: Wilhelm Tell)

 

Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben,
wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt
(aus: Wilhelm Tell)

Daran erkenn ich meine Pappenheimer

(aus: Wallenstein)

 

Dem Mann kann geholfen werden

(aus: Die Räuber)

 

Was tun? spricht Zeus
(aus: Die Teilung der Erde)

 

Seid umschlungen, Millionen!
(aus: An die Freude)

 

Jetzt oder nie!
(aus: Wilhelm Tell)

 


Friedrich von Schiller

(1759 – 1805) 

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Kommentare: 5
  • #1

    Roswitha (Mittwoch, 17 Mai 2017 16:26)

    Liebe Helga, es war mir nie so genau bewusst, woher die Redewendungen stammten, aber kennen, tue ich sie fast alle.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.
    Sonnige Grüße von Roswitha

  • #2

    Morgentau (Mittwoch, 17 Mai 2017 20:54)

    Es ist wirklich faszinierend, dass diese Redewendungen über die Jahrhunderte hinweg ihre Situationen und die entsprechende Anwendung finden.

    Danke, liebe Helga, dass du hier einmal zeigst, aus welchem Werk der eine oder andere entsprungen ist. Das ist wirklich interessant.

    Ein lieber Abendgruß zu dir,
    Andrea

  • #3

    Agnes (Donnerstag, 18 Mai 2017 17:51)

    Und wie viele dieser Redewendungen haben sich in unseren täglichen Alltagsablauf etabliert.
    Das hätte Herr Schiller sicher nicht erwartet, dass auf diese Weise immer wieder seiner gedacht wird.
    Da fällt mir spontan noch ein "Der Moor hat seine Schuldigkeit getan, der Moor kann gehen!"
    Danke für diese anregenden Hinweise.
    Gruß
    Agnes

  • #4

    Fokke z.Zt. in Andalusien (Donnerstag, 18 Mai 2017 19:44)

    Spontan :
    Wat de Buur nich kennt, dat frett he nich.
    Geiht nicht, givt nicht.
    Adios... Thies

  • #5

    Marlies (Freitag, 26 Mai 2017 11:44)

    Liebe Helga, das erinnert mich an viele tragische Stunden als ich mit meinem Mann wieder reden lernen musste. Da wurden auch so Sprichwörter angeschnitten und Dieter musste sie vervollständigen. Anfangs klappte gar nichts und mit der Zeit kamen die Erinnerungen.
    Danke, auch ich verwende solche Redewendungen oft. Der Moor hat .......... mit dem hatte ich schon öfters zu tun.
    Ich grüße Dich, Marlies