Königin der Blumen

Der Juni kam.
Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
Eine Wonne voller Rosenduft
dringt tief in unsere Nasen.

 

Wilhelm Busch
(1832 – 1908)

 

Rosen sind älter als die Menschheit,

denn fossile Wildrosen-Funde in Nordamerika/Rocky Mountains belegen ein Alter von 25 Millionen Jahren.

Die ersten Rosenzüchtungen in angelegten Gärten entstanden vor etwa 5000 Jahren in China.

Die griechische Lyrikerin Sappho verehrte die Rose als ‚Königin der Blumen‘ und so wird sie bis heute benannt.


Wie ein jungfräulich Erröten
zieht es durch die Lauben hin:
Oh, die Rose! - Ach, die Rose
ist der Blumen Königin.

 

Sappho von Lesbos
griechische Lyrikerin
(630 v. Chr. – 580 v. Chr.)


In der Griechischen Götterwelt war die Rose das Kennzeichen der Aphrodite, der Göttin der Liebe und Schönheit.

Seitdem ist die Rose untrennbar mit diesen Attributen verbunden.

 

Als die Rose auf Handelswegen ins Römische Reich gelangte, wurde sie als Luxusartikel bei kaiserlichen Festen eingesetzt.

Die Gäste verwendeten Rosenöl, schritten durch Blütenblätter oder badeten in Rosenwasser.

 

Das Christentum sieht in einer weißen Rose die Reinheit der Jungfrau Maria.

In der Architektur der gotischen Kirchenbauten wurde die Rosette, das Rosenfenster, eingesetzt.

 

Im 16. und 17. Jh. brachten die Seefahrer aus England und Holland die Rosen nach Europa.

Die Adligen begannen in ihren Schlossgärten mit Begeisterung die Züchtung und Kreuzung dieser Blumen.

Irgendwann hielten die Rosen auch Einzug in private Gärten.

Inzwischen können Rosenliebhaber unter 30.000 Rosensorten ihre Lieblingsblume finden.

 

Einen Juni mit wonnigem Rosenduft wünscht Helga

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Kommentare: 4
  • #1

    Quer (Samstag, 10 Juni 2017 13:18)

    Rosen verlieren wohl nie ihre Anziehungskraft, ihren Charme und ihre Schönheit.
    Auch dir wünsche ich einen herrlichen Rosenmonat, liebe Helga.
    Mit frohen Grüssen ins Wochenende,
    Brigitte

  • #2

    Agnes (Sonntag, 11 Juni 2017 11:32)

    Liebe Helga,

    so viele Informationen hast Du wieder zusammen getragen. Dass man fossile Wildrosen-Funde mit einem Alter von 25 Millionen Jahren gefunden hat, hatte ich noch nie gehört.

    Manchmal denke ich, ich liebe die Rosen besonders, aber es ist nicht so, ich liebe (fast) alle Blumen, die ersten Tulpen oder überhaupt die ersten Frühlingsblumen und das kleine Gänseblümchen genauso wie die königliche Rose, die schon einen Stellenwert hat.

    Hab noch einen schönen Sonntag.
    Herzliche Grüße
    Agnes

  • #3

    Petra (Sonntag, 11 Juni 2017 14:48)

    Liebe Helga,
    ein ganz besonders anmutiges Bild zeigst Du uns hier von einer roten Rose! - Sie ist wunderschön umrahmt!
    Ich liebe ebenfalls sehr die *königliche Rose*. Sie ist unter der Vielfalt der Blumen wirklich einzigartig......und mit ganz
    wunderbarer Symbolkraft.
    Wer Rosen im Garten hat, muss sich wirklich gut in der Pflege dieser anspruchsvollen Blume auskennen.
    Doch wer es versteht, wird überreich mit einer herrlichen Pracht ......und oftmals mit einem betörenden Duft belohnt.
    Herzlichen Dank für Deinen poetischen und interessanten Eintrag in Deiner Homepage!
    Viele Grüße von Petra

  • #4

    Marlies (Sonntag, 18 Juni 2017 12:41)

    Dieses Foto liebe ich besonders. Der Frauenmantel bringt die Rose so gut zum Vorschein.
    Rosen verlieren wohl nie ihre Anziehungskraft. Diese Vielfalt - kein Wunder ist sie die Königin der Blumen.
    Danke für dieses herrliche Foto,
    ich grüße Dich, Marlies