Der Hahn und der Diamant

Der Hahn und der Diamant 


Ein hungriger Hahn scharrte auf einem Misthaufen nach Fruchtkörnern und fand einen Diamanten. Unmutig stieß er ihn beiseite und rief aus: "Was nützt einem Hungrigen ein kostbarer Stein; sein Besitz macht wohl reich, aber nicht satt. Wie gerne würde ich diesen Schatz um nur einige Gerstenkörner geben."

 

Aesop
(griechischer Fabeldichter, um 550 v. Chr.)

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Kommentare: 2
  • #1

    Morgentau (Dienstag, 05 September 2017 14:23)

    Dieser Hahn ist ja selbst ein Schmuckstück, liebe Helga. Welch schillernd-schönes Exemplar.

    Zu dem Spruch fällt mir doch gleich die Weissagung der Cree ein, die dir sicher auch bekannt ist.

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Der Spruch von Aesop ist nun schon so alt, aber die Menschen haben noch immer nichts hinzugelernt.

    Ein lieber Gruß zu dir,
    Andrea

  • #2

    Marlies (Mittwoch, 13 September 2017 09:44)

    Der Spruch passt in unser Leben.
    Viele trachten nur nach Geld da sie genug zu Essen haben. Aber wieviel müssen Gut und Geld verlassen und würden für Brot auch ein Vermögen ausgeben. Da kann ich den wunderschönen Gockel verstehen.
    Wir hatten auch einen schönen Hahn zuhause, aber er musste weg, denn er war immer hinter meiner Mutter her und wollte sie mit ihrem scharfen Schnabel verletzen.
    Aber abgesehen davon, dieser Hahn ist ein Prachtexemplar. Gruß Marlies und nebenbei gesagt sehr gut fotografiert.