Der Michaelsberg

Siegburg, Südseite der ehemaligen Abtei Michaelsberg (Mai 2012)
Siegburg, Südseite der ehemaligen Abtei Michaelsberg (Mai 2012)

In der Kreisstadt Siegburg ragt der Michaelsberg weithin sichtbar empor: 118,46 m ü. NHN.

Es handelt sich ursprünglich um einen erloschenen Vulkankegel aus basaltischem Tuffgestein und reiht sich ein in die Vulkane

von Eifel und Siebengebirge.

 

Der Kölner Erzbischof Anno II ließ im Jahr 1064 dort oben ein Benediktinerkloster bauen und stellte die Stadt unter den Schutz von Erzengel Michael. Der Berg erhielt den Namen Michaelsberg und ist seitdem das Wahrzeichen von Siegburg.

 

Die Abtei wurde aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen, die letzten Benediktinermönche verabschiedeten sich im Jahr 2011.

Patres der Ordensgemeinschaft der Unbeschuhten Karmeliten zogen ein und das Katholisch-Soziale Institut nahm in einem großen Neubau seine Arbeit auf; im Mai 2017 war Eröffnung. 

Siegburg, Ostseite der ehemaligen Abtei Michaelsberg (Januar 2018)
Siegburg, Ostseite der ehemaligen Abtei Michaelsberg (Januar 2018)

An einem sonnigen Januartag machte ich mich auf den Weg, um die fortschreitenden Arbeiten auf dem Berg

zu fotografieren.

 

Es hat sich sehr viel getan!

 

Die Rodungen sind in vollem Gange und der Hang der Ostseite zeigt einen freien Blick auf den historischen Gebäudekomplex. Neupflanzungen von niedrigen Bäumen sind geplant und die Erneuerung der historischen Wege und Gartenanlagen gehören auch zum Konzept.

 

Die Mauern und instabilen Hänge werden gesichert,

die Grünflächenbearbeitung schreitet voran.

Der Michaelsberg war vormals von einem sehr hohen Baumbestand umgeben, der sich in einem Wildwuchs rundum breit machte. Gesteinsbrocken  lösten sich und Wege mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, marode Bäume drohten umzustürzen.

Siegburg, Südseite Michaelsberg mit Johannistürmchen (Oktober 2012)
Siegburg, Südseite Michaelsberg mit Johannistürmchen (Oktober 2012)

Das Johannistürmchen war ehemals ein Wachtturm hoch über der Stadt Siegburg und von hier aus ließ sich das Land weit überblicken.

Es ist die Südseite des Michaelsberges.

Siegburg, Südseite Michaelsberg mit Johannistürmchen (Januar 2018)
Siegburg, Südseite Michaelsberg mit Johannistürmchen (Januar 2018)

Der sogenannte Hexenturm auf halber Höhe und Nordseite des Michaelsberges diente als Wachtturm der alten Befestigungsmauern von Stadt und Abtei. Die älteste Abbildung geht auf das Jahr 1600 zurück. 1987 wurde der Hexenturm restauriert.

Siegburg, Nordseite Michaelsberg mit Hexenturm (Februar 2018)
Siegburg, Nordseite Michaelsberg mit Hexenturm (Februar 2018)
Hinweisschild am Hexenturm
Hinweisschild am Hexenturm

 

 

 

 

 

Hexenturm

 

Teilrekonstruktion eines ehemaligen Wachtturms in der Stadtmauer.
Der Name ist eine romantische Erfindung des 19. Jahrhunderts.

Ich bin sehr angetan vom Konzept der Neugestaltung am Michaelsberg und wenn alles fertig ist und sich die Neuanpflanzungen entwickelt haben, wird dieser Berg mit seinen Grünflächen mitten in der Stadt ein gepflegter Anziehungspunkt.

Ein historischer Kulturort bleibt erhalten und ich werde ihn immer wieder gerne besuchen!